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Tales of Phantasia ist der dritte Titel der Tales of-Reihe, der in Europa veröffentlicht wurde. Es eröffnete jedoch den Beginn des gesamten Tales of-Franchises, da es ist Japan der erste Titel der Reihe war und schon 1995 auf dem Super Nintendo Entertainment System erschien. Tales of Phantasia hat eine ganze Reihe von Remakes und Ports, aber nur die Fassung für den Nintendo Game Boy Advance erschien in Deutschland am 31. März 2006. Hierdurch war es in Deutschland nur einen Monat nach Tales of Eternia erhältlich und zwei Jahre nach Tales of Symphonia. Mit letzterem ist Tales of Phantasia direkt verwandt.

HandlungBearbeiten

SchauplatzBearbeiten

Tales of Phantasia findet in der Welt Aseria statt, wobei drei verschiedene Zeitperioden besucht werden. Bei der Welt aus Tales of Phantasia handelt es sich um dieselbe Welt, die im Epilog von Tales of Symphonia aus der Wiedervereinigung von Sylvarant und Tethe'alla entsteht. Da mindestens 100.000 Jahre zwischen den beiden Titeln liegen, tragen die wenigstens Schauplätze noch dieselben Namen. Grundsätzliche Geografie und andere Elemente sind jedoch deutlich wiederzuerkennen. So prägt zum Beispiel das Mana die Welt, das Quelle der Magie ist und Lebensgrundlage der Elementargeister.

HandlungsablaufBearbeiten

In einem beschaulichen Dorf namens Toltus auf dem Kontinent Euclid leben die beiden Kindheitsfreunde Cress Albia und Chester Burklight. Cress lebt bei seiner Mutter Maria und seinem Vater Miguel, der der Schwertkampfmeister des Dorfes ist und auch Cress in dieser Kunst unterrichtete. Chester hingegen ist eine Waise und muss sich allein um seine jüngere Schwester Ami Burklight kümmern. Von seinem Vater Miguel erhielt Cress zwei Jahre vor der Gegenwart ein besonderes Medaillon, über das sein Vater in der Gegenwart mit ihm sprechen möchte. Ehe es dazu kommt, wird jedoch Toltus angegriffen und alle Menschen getötet. Cress und Chester überleben dies, da sie unterdessen im Wald der Elementargeister auf Jagd gewesen sind. Dort erschien Cress, ehe die Glocke des Dorfes Alarm schlug, die sterbende Martel, die darum bittet, Yggdrasill am Leben zu erhalten. In Toltus angekommen, erfährt Cress von seiner sterbenden Mutter, dass jemand hinter seinem Medaillon her ist. Er soll in Euclid Zuflucht bei seinem Onkel suchen. Cress bricht daraufhin nach Euclid auf, Chester aber bleibt zurück, um die Toten zu bestatten und Abschied von Ami zu nehmen.
In Euclid wird Cress von seinem Onkel an Mars Uldole verraten, den Anführer der Ritter der schwarzen Rüstung. Dieser hatte Toltus auf der Suche nach dem Medaillon überfallen. Cress wird in den Kerker geworfen, wo er durch die geheimnisvolle Hilfe einer toten Frau, Meryl Adenade, entkommen kann. Er findet im Kerker auch Meryls Tochter, Mint Adenade, und flieht mit ihr. Auf ihrer Flucht bricht Cress vor Erschöpfung zusammen und wird von Mint den restlichen Weg getragen, bis sie von Trinicus D. Morrison aufgelesen und gerettet werden. Bei ihm ist auch Chester. Trinicus stellt sich ihnen als Freund ihrer Eltern vor und will verhindern, dass Mars durch die Medaillons des Gewahrsams, die er nun beide besitzt, den in Katakomben versiegelten Dhaos zu befreien. Entgegen Trinicus' Wunsch begleiten die drei ihn, wo sie mitansehen müssen, wie Dhaos nach einer zwanzigjährigen Versieglung wieder befreit wird, aber Mars tötet und auch droht, sie zu anzugreifen. Trinicus schickt Mint und Cress mit letzter Kraft 100 Jahre in die Vergangenheit, wo sie einen Weg finden soll, Dhaos endgültig zu besiegen, da er nur mit Magie angegriffen werden kann.

In der Vergangenheit, im Jahr 4202, tun Mint und Cress sich mit Claus F. Lester zusammen. Er ist zwar ein Mensch, sucht aber einen Weg, wie er dennoch Magie einsetzen kann. Diese ist ansonsten nur von Halbelfen und Elfen nutzbar. Magie ist für Cress und Mint etwas Ungewöhnliches, da sie in ihrer Gegenwart nicht mehr existiert. Dort starb der Weltenbaum Yggdrasill, sodass kein Mana mehr existiert und damit auch keine Magie. Ebenfalls gewinnen sie die Unterstützung der Halbelfe Amber Klein. Auf ihrer Reise bemerken sie ein Schema in den Angriffen Dhaos', der sich mit Dämonen verbündete. Er scheint vor allem Menschen und Städte im Visier zu haben, die mit der Entwicklung von Magitechnologie zu tun haben. Claus gelingt es, mit einigen Elementargeistern zu paktieren und damit im entfernten Sinne Magie anzuwenden. Im Verlauf des Valhalla-Kriegs gelingt es der Heldengruppe, Dhaos zu bezwingen. Er überlebt jedoch und flüchtet erneut in eine andere Zeitperiode. Da sie sich ihm in der Gegenwart ohne die Anwendung von Magie nicht stellen können, gedenken sie nun, den Weltenbaum zu retten. Dies gelingt mithilfe des Horns des Einhorns, durch das Mint Yggdrasill zu neuem Leben verhelfen kann.

Über eine Zeitmaschine auf dem versunkenen Kontinent Thor gelangt die Heldengruppe nun in die Gegenwart, zu genau dem Punkt, an dem Trinicus Mint und Cress in die Vergangenheit geschickt hat. Hier können sie Dhaos besiegen und lassen ihn in den Trümmern der zusammenstürzenden Katakomben zurück, wo er stirbt. Doch die Freude währt nicht lang, denn ein Zeitreisender aus dem Jahr 4354 erscheint und berichtet, dass Dhaos in der Zukunft Chaos stiftet. Hierbei handelt es sich nicht um den Dhaos, den die Heldengruppe kurz zuvor in den Katakomben tötete, sondern um den flüchtigen Dhaos aus der Vergangenheit. Die Heldengruppe beschließt nun, verstärkt durch Chester, in die Zukunft aufzubrechen.

In der Zukunft begegnet die Heldengruppe der jungen Suzu Fujibayashi, die über längere Strapazen auch für die Gruppe zu gewinnen ist. Am Weltenbaumm Yggdrasill berichtet der Baumgeist Martel davon, dass sich der Mana-Verbrauch eines Tages reguliert hatte und ein gutaussehender, blonder Mann über sie wacht, wenn sie schläft. Hier deutet Martel an, dass es Dhaos bei seinen Plänen vor allem um die Sicherheit des Weltenbaums geht.
Der Heldengruppe gelingt es schließlich, an ein uraltes Artefakt zu gelangen, das Ewige Schwert. Hiermit soll es gelingen, Dhaos' Schloss aus dem „Versteck in Zeit und Raum“ zu bergen. Auf diese Weise kann die Heldengruppe sich Dhaos stellen. Dieser erklärt, dass er keinen Sinn darin sieht, gegen sie zu kämpfen, da sie nichts mit der Magitechnologie zu tun haben, die der Welt das Mana raubt und den Weltenbaum zu töten droht. Dhaos wünscht sich, dass Yggdrasill am Leben bleibt und ausreichend Mana für einen neuen Keim aufbringen kann. Diesen benötigt Dhaos, um ihn in seine Heimat, Derris-Kharlan, zurückzubringen, da das Mana dort allmählich versiegt und der Weltenbaum verstarb. Es kommt trotz allem zu einem Kampf gegen Dhaos, in dem er trotz aller Mühe unterliegt und stirbt. Mint aber sucht daraufhin Martel bei Yggdrasill auf und erzeugt eine Barriere um den Baum herum, damit dessen Mana sich sammelt und er einen neuen Keim erschafft. Martel schickt diesen Keim dann, mit dem Körper von Dhaos, nach Derris-Kharlan.

HeldengruppeBearbeiten

Cress Icon Chester Icon Mint Icon
Cress Albia Chester Burklight Mint Adenade
Claus Icon Amber Icon Suzu Icon
Claus F. Lester Amber Klein Suzu Fujibayashi

OpeningvideoBearbeiten

Tales of Phantasia - Opening

Tales of Phantasia - Opening

WissenswertesBearbeiten

  • In der Einleitung von Tales of Phantasia sind vier Leute zu sehen, die Dhaos bekämpfen. Einer davon ist bekanntermaßen Edward D. Morrison, der sich ursprünglich mit den drei anderen verbündete. Dieses Bündnis geschah in Tales of Phantasia nicht mehr, da an die Stelle dieser Leute die Heldengruppe getreten ist. Die anderen Leute sind Cress' Vorfahre Alan Albia und Mints Vorfahrin Carol Adenade gewesen. Die letzte im Bunde, die scheinbar getötete Bogenschützin, heißt Winona Pickford. Die Auftritte dieser Figuren sind Überreste eines unveröffentlichten Skripts namens Tale Phantasia, das später als Basis für Tales of Phantasia diente.
  • Wie Tales of Symphonia enthält auch Tales of Phantasia zahlreiche Anspielungen an die nordische Mythologie.
  • Die Verbindung von Tales of Phantasia zu Tales of Symphonia zeigt sich neben den gemeinsamen Elementen aus der nordischen Mythologie auch in einigen Musiksstücken. So teilen sich viele Gebiete, die in beiden Titeln zwar andere Namen tragen, aber deutlich als dieselben Areale zu erkennen sind, die Musik. Dazu gehören das Elfenland und Heimdall, das Ninja-Dorf und Mizuho, der Wald von Treant und der Torent-Wald sowie der Ymir-Wald, der in beiden Titeln denselben Namen trägt. Auch die Kampfmusik der Elementargeister ist identisch.
  • Das achtbeinige Pferd auf der europäischen Verpackung wurde in Tales of Phantasia fälschlicherweise als Pegasus bezeichnet, bei dem es sich um ein geflügeltes Pferd aus der griechischen Mythologie handelt. Achtbeinig und flügellos wie das Pferd auf der europäischen Verpackung ist hingegen Sleipnir, das Reitross des Göttervaters Odin aus der nordischen Mythology.
  • Die Cross-Edition von Tales of Phantasia, die nur in Japan zusammen mit Tales of Phantasia: Narikiri Dungeon X erschienen ist, beinhaltet einen weiteren spielbaren Charakter, nämlich Rondoline E. Effenberg. Rondoline ist eine Freundin von Dhaos und kann mit Hilfe eines Ringes, der ihr von ihm gegeben wurde, durch die Zeit reisen. Rondoline ist damit bereits die zweite spielbare Figur für die Heldengruppe von Tales of Phantasia, die erst durch ein Remake zu rekrutieren ist. Die erste ist Suzu, die in der Originalversion zwar schon anzutreffen, aber nicht zu rekrutieren war.
  • Häufig wird angegeben, dass es keine Hinweise darauf gibt, wie lang die Zeitspanne zwischen Tales of Symphonia und Tales of Phantasia ist. Andere wiederum erachten die Jahresangaben aus Tales of Phantasia als eben die Zeit, die seit der Vereinigung der beiden Welten in Tales of Symphonia vergangen ist. Tatsächlich gibt Tales of Phantasia einen Hinweis darauf, dass es mindestens 100.000 Jahre nach Tales of Symphonia stattfinden muss. Dies ergibt sich aus der Information aus Tales of Phantasia zu Sprachen, die ihren Ursprung in einer Zeit von vor 100.000 Jahren haben[1], sowie aus der Tatsache, dass die Besiedlung des gesamten Planeten in Tales of Symphonia: Dawn of the New World auf etwa 10.000 Jahre in der Vergangenheit datiert wurde[2].
  • Es gibt eine vierteilige Animation von Tales of Phantasia. Die Spielhandlung wurde allerdings stark gekürzt und gewisse Handlungspunkte außen vor gelassen.

FußnotenBearbeiten

  1. "Die Gelehrten gehen heute davon aus, dass sich in der Ära der Alten Zeit zwei Sprachen entwickelten. Eine ist als die Alte Sprache bekannt. Die Alte Sprache findet ihre Wurzeln vor 100 000 Jahren, ist also extrem alt. Die andere Sprache ist als der Einheitliche Code bekannt. Dieser bildet die Grundlage unserer heutigen Sprache. Zahlreiche Steintafeln wurden entdeckt, die Runen in diesen beiden Sprachen zeigen." ("Die antiken Sprachen", zu finden im oberen linken Bücherregal im Schloss von Alvanista in der Vergangenheit)
  2. "Lord Ratatosk zufolge war diese Welt zu Beginn völlig ohne Mana. Als sich das Mana von dem Kometen Derris-Kharlan hier anhäufte, schlug der riesige Kharlan-Baum Wurzeln und veränderte die Umwelt dieser Welt für immer. [...] Mal überlegen. Das hat sich vor ungefähr 10.000 Jahren zugetragen, mindestens. (Tenebrae in "Die Geschichte des Mana", eine Plauderei, die nach der Begegnung mit Raine und Genis am Tempel des Eises aktiviert werden kann)

Weiterführende LinksBearbeiten

Daten für Tales of Phantasia
Charaktere CharaktereArtesTitel
System Buch der MonsterRezepteSchauplätzeStatuseffekte
Leitfäden KolosseumKomplettlösungNebenaufgaben
Minispiele IshitoriLos geht's AmberMach-Rennen
Objekte AccessoiresKey-ItemsMedizinNahrungRüstungenSammlerstückeSchildeWaffenWerkzeuge

Tales-of-Reihe
Original-Titel Tales of SymphoniaTales of EterniaTales of PhantasiaTales of VesperiaTales of Symphonia: Dawn of the New WorldTales of the AbyssTales of Graces fTales of XilliaTales of Xillia 2Tales of Hearts RTales of ZestiriaTales of BerseriaTales of Arise
Crossover-Titel Tales of the World: Radiant MythologyTales of LinkTales of the RaysTales of Crestoria
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